
Finnland erwägt, einen Teil seiner Eisbrecherflotte vom Süden des Landes in den Norden zu verlegen, um das Risiko möglicher russischer Angriffe zu verringern.
Laut der finnischen Website Yle gehören die nordischen Häfen von Oulu und Kemi zu den möglichen Standorten, an denen die Eisbrecher stationiert werden könnten. Derzeit befinden sich die Eisbrecher im Hafen von Katajanokka in Helsinki, der relativ nahe an Russland liegt.
Mitten im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ziehen die Finnen wertvolle Lehren in Bezug auf Verteidigungsbereitschaft und den Schutz kritischer Infrastruktur.
Eine dieser Lehren ist die Diskussion über die Dezentralisierung der Eisbrecher-Basen. Die finnische Ministerin für Verkehr und Kommunikation, Lulu Ranne, sagte, dass das Ministerium ein Investitionsprogramm für die nationale Eisbrecherflotte vorbereitet.
„Die Dezentralisierung der Eisbrecher ist nur ein kleiner Teil dieses komplexen Themas, aber auch sie wird in Betracht gezogen. Es wurde noch keine endgültige Entscheidung in dieser Hinsicht getroffen“, sagte Ranne.
Markku Rautio, CEO des Hafens von Kemi, wies ebenfalls auf die Vorteile der Dezentralisierung der Eisbrecherflotte hin. „Wenn es um Bereitschaftsregime geht, ist es logisch, die Lehren aus der Ukraine zu berücksichtigen“, sagte er.
„Derzeit sind die Eisbrecher in Helsinki konzentriert – praktisch alle zusammen und unter der potenziellen Bedrohung einer einzigen Iskander-Rakete“, fügte Rautio hinzu.
Inzwischen erklärte der Bürgermeister von Kemi, Matti Ruotsalainen, dass er keine Hindernisse sehe, damit die Stadt zu einem Basis-Hafen für Eisbrecher wird.
Laut ihm ist der entscheidende Faktor eine Änderung der Planungs- und Sicherheitsansätze, da es erhebliche Ressourcen und regelmäßige Wartung erfordert, die Eisbrecher in einem ständigen Bereitschaftszustand zu halten.
Obwohl die Änderung noch nicht offiziell genehmigt wurde, wird dieser Prozess nicht schnell voranschreiten. Der Bürgermeister von Oulu, Ari Alatosava, merkte an, dass das Projekt nicht vor 2030 umgesetzt werden kann, da es neben der noch ausstehenden Genehmigung auch den Bau der erforderlichen Einrichtungen und technischen Infrastruktur erfordert.
Foto: Aker Arctic Technology. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.
